BMW treibt automobilen Leichtbau voran

BMW baut derzeit mit seinem Partner SGL Group im US-Bundesstaat Washington ein Leichtbaufaser-Werk für das geplante Elektroauto „Megacity Vehicle“ (MCV), das 2013 in Leipzig vom Band rollen soll. Zusammen wurde eine Kohlefaser entwickelt, deren Herstellung erheblich kostengünstiger sei als die herkömmlicher Fasern für die Luft- und Raumfahrtindustrie, schreibt die Branchenzeitung „Automobilwoche“. Das macht den Werkstoff, der leichter als Aluminium und härter als Stahl ist, nicht nur für die Automobilindustrie interessant. Der Autobauer erwägt daher, Kohlefasern aus dem künftigen US-Werk auch anderen Firmen anzubieten.

„Zu einem späteren Zeitpunkt ist es denkbar, die Fasern an Dritte zu verkaufen und damit auch den einen oder anderen Euro zu verdienen“, sagte Frank-Peter Arndt, Produktionsvorstand des Autoherstellers, dem Branchenblatt. Verwendung finden Kohlefaserwerkstoffe beispielsweise bei der Herstellung von Propellern für Windkraftanlagen.

Als erster Autohersteller setzt BMW Carbon in der Großserie ein und spielt damit eine revolutionäre Rolle im automobilen Leichtbau. Soll das erste Münchener Serien-Elektroauto ein Markterfolg werden, ist eine Gewichtsreduzierung zwingend erforderlich. Denn nur so lässt sich der vom Verbraucher gewünschte Aktionsradius einer Batterieladung entsprechend ausdehnen.

 

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